Das Gesetz zur Beschränkung mit sehr niedrigen Grenzwerten ist ein wichtiger Schritt zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt vor diesen schädlichen und unnötigen Chemikalien. Weitere eingeführte Massnahmen umfassen Verbote bestimmter Einwegprodukte sowie die Förderung von Wiederverwendung und Nachfüllsystemen.
Ein Jahr nach dem Scheitern der Verhandlungen liest sich ein neues Dokument aus Gesprächen hinter verschlossenen Türen wie dieselbe Wunschliste der Industrie, die in Genf deutlich abgelehnt wurde. Zentrale Massnahmen zur Begrenzung der Plastikproduktion, zur Regulierung von Chemikalien und zum Schutz der menschlichen Gesundheit fehlen weiterhin.
Italienische Forschende fanden im Rückenmarksflüssigkeit von ALS-Patient*innen fast doppelt so viel Mikro- und Nanoplastik wie bei Menschen ohne die Erkrankung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Partikel ein Risikofaktor oder möglicher Auslöser sein könnten. Weitere Forschung ist nötig.
Nach dem vollständigen Importverbot für Elektroschrott haben malaysische Behörden Hunderte falsch deklarierte Container aufgedeckt und in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt. Die Behörden räumen jedoch ein, dass dies nur ein kleiner Teil des illegalen Abfallhandels ist.
Die vermeidbare Verschmutzung durch 17 Tonnen Plastikgranulat („Nurdles“) im Hafen von Tyne löste eine beeindruckende Aufräumaktion von Freiwilligen aus, nachdem die Behörden nur zögerlich reagiert hatten. Auch Trash Hero UK ist vor Ort und beteiligt sich an den Aufräumarbeiten. Nach dem Vorfall werden die Forderungen nach strengeren Regeln für den Transport von Plastikgranulat lauter.
Mikroplastik wurde tief im Amazonas in Fischen, Tapiren, Krabben und Fledermäusen gefunden – weit entfernt von Städten und anderen offensichtlichen Plastikquellen. In einem See enthielten acht von zehn untersuchten Fischen Plastik. Auch Vögel verwenden Plastik für ihre Nester und ersetzen damit zunehmend natürliche Materialien wie Zweige.
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Eine neue Verordnung verpflichtet Modemarken, sich ihrer Überproduktion zu stellen. Statt unverkaufte Ware zu vernichten, sollen sie auf Weiterverkauf, Spenden, Reparaturen, Recycling oder eine durchdachtere Produktion setzen. Die Regelung gilt seit dem 19. Juli 2026 zunächst für grosse Unternehmen in der EU und ist Teil der neuen Ökodesignverordnung (ESPR). Ziel ist es, wertvolle Ressourcen länger im Kreislauf zu halten und Unternehmen dazu zu bewegen, Überproduktion von Anfang an zu vermeiden.
Eine neue Studie, veröffentlicht in einer renommierten Fachzeitschrift, zeigt: Menschen, die einen Herzinfarkt erlitten hatten, wiesen deutlich häufiger Mikro- und Nanoplastik im Blut auf als Personen mit stabilen Herzerkrankungen oder gesunden Herzkranzgefässen. Besonders häufig wurden die Partikel bei Raucherinnen und Rauchern nachgewiesen.
Mit 48 Teams, 104 Spielen und 16 Austragungsorten erreicht die WM 2026 eine neue Dimension. Schätzungen gehen von rund 10’600 Tonnen Abfall aus – vor allem durch Essen, Verpackungen, Einwegprodukte und Fan-Events. Das stark kritisierte Turnier verursachte damit fast dreimal so viel Abfall wie die vorherige Weltmeisterschaft in Katar und doppelt so viele CO₂-Emissionen wie der Durchschnitt vergangener Turniere.
Eine weltweite Analyse der Entwicklung von Mehrwegsystemen zeigt positive Signale: Ein neues Symbol für Mehrwegverpackungen und gemeinsame Standards, zunehmend unterstützende Gesetze und Anreize sowie Innovationen und Kooperationen von Unternehmen schaffen neue Dynamik für den Wandel.
Sieben Jahre nach dem spektakulären Start hat das viral gefeierte Projekt zwar Millionen eingenommen, aber die versprochene Wirkung nicht erreicht. Expert*innen hatten von Anfang an davor gewarnt – nun zeigt eine Analyse, warum sich ihre Bedenken bestätigt haben und das Entfernen von Plastik aus dem Meer allein die Ursache der Verschmutzung nicht löst – entscheidend ist, Plastik gar nicht erst in die Umwelt gelangen zu lassen.
Da die EU die Fördermittel für die energetische Abfallverwertung gekürzt hat und Deutschland diese nun besteuert, expandieren europäische und japanische Unternehmen solche Anlagen mit Unterstützung internationaler Finanzmärkte und des Marktes für Emissionszertifikate in andere Regionen.
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Der kleine Inselstaat hat einen Vorschlag abgelehnt, jährlich 900’000 Tonnen Abfall aus der gesamten Pazifikregion zu importieren und in einer riesigen Müllverbrennungsanlage nahe Nadi, dem wichtigsten internationalen Tourismus-Drehkreuz des Landes, zu verbrennen. Lokale Dorfgemeinschaften bezeichneten das Vorhaben als „Abfallkolonialismus“. Der Entscheid erinnert eindrücklich daran, dass die Verbrennung von Abfällen zur Energiegewinnung (Waste-to-Energy) nicht die saubere Lösung ist, als die sie oft dargestellt wird – und dass sich immer mehr Gemeinschaften dagegen wehren, solche Anlagen in ihrer Nachbarschaft zu akzeptieren.
Die Trikots wurden mithilfe des sogenannten „fortschrittlichen chemischen Recyclings“ von Textilien hergestellt – einer Technologie, die oft als Zukunft der Kreislaufwirtschaft in der Mode gefeiert wird. Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass die Realität deutlich komplizierter ist. Chemisches Recycling ist teuer, schwer zu skalieren und funktioniert bislang vor allem mit sauberen Produktionsresten – nicht mit der Realität gebrauchter Kleidung aus Mischmaterialien, mit Farbstoffen, Reissverschlüssen und Etiketten. Selbst die optimistischsten Prognosen der Branche fallen angesichts der 169 Millionen Tonnen Polyester, die jedes Jahr neu produziert werden, kaum ins Gewicht. Kritiker*innen sehen darin deshalb eher eine Rechtfertigung, weiterhin Kunststoffkleidung zu produzieren, als eine echte Lösung für die weltweite Textilabfallkrise.
Im Stadion des schwedischen Fussballclubs Malmö FF wird der Urin der Fans gesammelt, aufbereitet und zu Dünger verarbeitet. Er soll synthetische Düngemittel ersetzen, die auf fossilen Rohstoffen basieren. Das Ziel ist, die Abhängigkeit von fossilen Düngern zu verringern. Deren Herstellung verursacht weltweit rund 1,13 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr – mehr als der gesamte Flugverkehr. Forschende schätzen, dass menschlicher Urin in Schweden theoretisch bis zu 30 % der synthetischen Düngemittel ersetzen könnte. So wird aus etwas, das normalerweise weggespült wird, eine wertvolle Ressource für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.
Der britische Umweltanwalt Paul Powlesland wurde angeklagt, weil er ohne Bewilligung Abfall aus einem Fluss entfernt haben soll – ausgerechnet von der Behörde, die eigentlich für dessen Sauberkeit zuständig ist. Gemeinsam mit weiteren Freiwilligen säuberte er einen stark verschmutzten Abschnitt des River Roding im Osten Londons. Dabei sammelten sie über 200 Säcke Abfall, darunter Verpackungen, Spritzen, Haushaltsgeräte und sogar Waffen. Kurz darauf leitete die Umweltbehörde ein Verfahren gegen ihn ein. Der Vorwurf: Er habe die Aufräumaktion ohne die erforderliche Bewilligung durchgeführt. Im schlimmsten Fall drohen ihm dafür bis zu zwei Jahre Gefängnis.
Ein völlig unnötiger Einwegbecher aus Plastik und Metall, wie er in trendigen Cafés für Eiskaffee verwendet wird, wurde zur schlechtesten Verpackung Australiens gekürt. Weil die Materialien fest miteinander verbunden sind, wird der Becher weder von Pfandsystemen akzeptiert noch lässt er sich einfach recyceln. Den Preis für die beste Verpackung erhielt dagegen ein wiederverwendbares Milchfass-System, das seit 2021 schätzungsweise 4,5 Millionen Einweg-Plastikflaschen ersetzt hat. Ein gutes Beispiel dafür, dass Mehrweg bereits heute funktioniert, wenn Unternehmen sich dafür entscheiden.
In Frankreich wird derzeit heftig darüber diskutiert, ob Klimaanlagen die richtige Antwort auf immer häufigere Hitzewellen sind oder ob sie das vom Menschen verursachte Problem langfristig sogar verschärfen. Nur 25 % der französischen Haushalte verfügen über eine Klimaanlage. Zum Vergleich: In Spanien und Italien sind es rund 50 %, in den USA und Japan sogar 90 %. Umweltschützende argumentieren, dass Klimaanlagen zwar die Folgen der Klimakrise lindern, aber durch ihren Energieverbrauch und ihre Emissionen zu deren Ursachen beitragen. Gleichzeitig führen extreme Temperaturen bereits zu Schulschliessungen und belasten Spitäler. Deshalb räumen inzwischen selbst Frankreichs Grüne ein, dass Klimaanlagen in manchen Situationen unvermeidbar sein könnten.
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Ein neuer Bericht von Greenpeace hat ergeben, dass in Babynahrungsbeuteln von Nestlé und Danone bis zu 99 Plastikpartikel pro Gramm sowie eine Reihe von Kunststoffchemikalien enthalten sind. Dies hat Forderungen nach strengeren Vorschriften zum Schutz von Säuglingen vor Gesundheitsschäden sowie den Aufruf an die Hersteller laut werden lassen, in Sachen Lebensmittelsicherheit „über die gesetzlichen Anforderungen hinauszugehen“.
Plastikverpackungen und Fischereiausrüstung behindern Hunderttausende von Oliv-Bastardschildkröten bei der Eiablage an der Küste von Odisha in Indien, einem der wenigen derartigen Nistplätze weltweit und gefährden die Jungtiere auf ihrem Weg zurück ins Meer.
Eine hervorragende grafische Darstellung von Reuters zeigt, dass nicht nur die Transportkosten von den steigenden Ölpreisen betroffen sind, sondern auch die Kosten für Chemikalien und Kunststoffe, die in Alltagsprodukten verwendet werden.
Insbesondere in Asien sind die Preise besonders schnell gestiegen, was unsere übermässige Abhängigkeit von den fossilen Brennstoffen deutlich gemacht hat. Viele, darunter auch die UNO, haben die Handelsbarrieren in Frage gestellt, die den Einsatz alternativer Materialien behindern und darauf hingewiesen, welche Widerstandsfähigkeit eine lokale Wiederverwertungsinfrastruktur in diesen Zeiten bieten könnte.
Die zweifelhafte Ehre, die grössten Müllablader der Welt zu sein, führt dazu, dass Länder wie die Türkei und Malaysia mit der schieren Menge an ankommendem Müll überfordert sind, während Gesetzeslücken es ermöglichen, dass diese Exporte auf die offiziellen Recyclingquoten angerechnet werden.
Die EU hat zugesagt, den Export von Abfällen in Nicht-OECD-Länder bis November dieses Jahres einzustellen. Dies gilt jedoch weder für die Türkei noch für eine weitere Lücke, die es ermöglicht, Abfälle zunächst in das Vereinigte Königreich (das nicht unter die Vorschriften fällt) zu exportieren, bevor sie von dort aus in Länder des Globalen Südens weitergeleitet werden.
Eine bahnbrechende Studie an 587 Patienten, die in Grossbritannien Blasenkatheter verwenden, hat ergeben, dass wiederverwendbare Modelle genauso sicher sind wie Einwegkatheter. Sollten die Ergebnisse umgesetzt werden, würde dies zu einer erheblichen Senkung der Kosten und des Abfallaufkommens in öffentlichen Krankenhäusern führen und den Weg für weitere Untersuchungen zu anderen potenziell wiederverwendbaren Produkten im Gesundheitswesen ebnen.
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Da die Abfallinfrastruktur in Gaza zerstört ist, sammeln sich täglich 2’000 Tonnen verrottender Müll neben den Lagern der vertriebenen Familien an. Die Vereinten Nationen warnen vor der Krise im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt, die durch die weitreichende Verschmutzung aufgrund von Abfällen im Gazastreifen verursacht wird.
Eine weltweite Umfrage unter 6’000 Rechenzentren ergab, dass diese die Umgebung um bis zu 9 °C erwärmen und das Problem wird weitgehend unterschätzt, obwohl ihre Zahl rasant zunimmt.
Ein neuer Bericht beleuchtet die Belastung durch Mikroplastik in fünf Bereichen des täglichen Lebens – von Kinderspielzeug und Haushaltsfarben bis hin zu Krankenhausausrüstung und Brustimplantaten. Frühgeborene in Neugeborenenstationen nehmen Schätzungen zufolge innerhalb von nur 72 Stunden bis zu 115 Mikroplastikpartikel auf. Wenn du deine eigene Belastung zu Hause verringern möchtest, bietet die BBC einen praktischen Leitfaden, der dir zeigt, wo du ansetzen kannst.
Mikroplastik im Boden wird von den Wurzeln aufgenommen und in der Pflanze verteilt; Polyesterfasern aus der Wäsche erwiesen sich als besonders schädlich und waren zudem in dem als Dünger verwendeten Klärschlamm am häufigsten anzutreffen.
Zwei gross angelegte neue Studien haben ergeben, dass bereits 80 Millionen Menschen in Küstengebieten unterhalb des Meeresspiegels leben und in vielen Flussdeltas sinkt das Land schneller ab, als der Meeresspiegel steigt.
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Saurer Regen, Luftverschmutzung, Ölkatastrophen und die Rückkehr zahlreicher Länder zu umweltschädlichen Brennstoffen sind nur einige der katastrophalen gesundheitlichen und ökologischen Folgen des Konflikts – Folgen, die noch lange zu spüren sein werden, nachdem sich die Finanzmärkte wieder stabilisiert haben und das Medieninteresse sich anderen Themen zugewandt hat.
Die Staatsanwaltschaft der Region Vosges wirft dem weltweit grössten Mineralwasserhersteller vor, jahrzehntelang Böden und Gewässer illegal mit Plastikabfällen aus seinen Werken verschmutzt zu haben, wodurch Ökosysteme und Millionen von Anwohnenden einer beispiellosen und unermesslichen Mikroplastikbelastung ausgesetzt wurden.
Eine neue Netflix-Dokumentation mit dem Titel „The Plastic Detox“ begleitet sechs Paare mit unklarer Unfruchtbarkeit über einen Zeitraum von sechs Monaten dabei, wie sie ihren Kontakt mit Kunststoffen reduzieren: Wird es ihnen helfen, endlich ein Kind zu bekommen?
Achtung Spoiler: Netflix hat zudem einen Artikel veröffentlicht, in dem gezeigt wird, was geschah, nachdem die Kameras ausgeschaltet wurden.
Die zweite tödliche Müllkatastrophe in diesem Jahr in Südostasien, auf der Bantar Gebang – Indonesiens grösster Mülldeponie-, führt zu Forderungen nach einer Reform des Systems und einem besseren Schutz für Abfallsammler*innen.
Ein neuer Bericht von Clean Creatives, in dem über 1800 Werbeanzeigen analysiert wurden, belegt, dass die grossen Ölkonzerne nicht mehr nur grüne Versprechen machen, sondern fossile Brennstoffe als unverzichtbar für die Gesellschaft darstellen und ihre Pläne für eine Energiewende stillschweigend aufgeben.
Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Biochemistry veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass Erwachsene jährlich eine Menge an Mikroplastik in der Grösse eines Esstellers zu sich nehmen, und identifiziert fünf zentrale biologische Wege, über die die Kunststoffpartikel das Gehirn schädigen und das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson erhöhen können.
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Die Initiative, alle hergestellten Kunststoffartikel als giftig einzustufen, begann 2021, als die liberale Regierung diese Erklärung in das kanadische Umweltschutzgesetz aufnahm. Nach lautstarken Protesten der Kunststoffindustrie wurde die Formulierung 2023 von einem Bundesrichter gestrichen.
Nun hat aber ein einstimmiges Urteil des Bundesberufungsgerichts diese Entscheidung aufgehoben und damit den Weg für Verbote von Einwegplastik in Ottawa und darüber hinaus geebnet.
Erste Forschungen an Ratten in Japan deuten darauf hin, dass ein gewöhnlicher Bestandteil der Ernährung – Ballaststoffe – dazu beitragen könnte, dass aufgenommene Mikroplastikpartikel nicht in den Blutkreislauf gelangen und vollständig aus dem Darm entfernt werden.
Wissenschaftler*innen arbeiten derzeit daran, die genaue Art der Ballaststoffe zu identifizieren, welche diese Auswirkung hat. Für den Moment ist es trotzdem immer noch das beste, Mikroplastik möglichst zu meiden.
Am 7. Februar wählten die Länder in Genf Julio Cordano, Chiles Chefunterhändler für Klimaverhandlungen, um die seit August 2025 ins Stocken geratenen Gespräche wiederzubeleben. Obwohl sich die Diskussionen bei diesem Meeting auf Verfahrensfragen beschränkten, zeigt das Ergebnis, dass Fortschritte möglich sind, wenn die beteiligten Staaten über das Konsensprinzip hinausgehen und alle verfügbaren Entscheidungsinstrumente nutzen.
Das ProjektTox Free Life For All(giftfreies Leben für alle) stellte fest, dass alle 81 Modelle (In-Ear aber auch Over-Ear-Kopfhörer), darunter auch grosse Marken wie Bose, Samsung und Panasonic, giftige Zusatzstoffe enthielten. Ausserdem wurde festgestellt, dass die Migration von Plastik auf die Haut durch Hitze, Schweiss und täglichen Gebrauch zunimmt.
Der Cocktail aus Chemikalien in Kunststoffen wird mit dem weltweiten Anstieg der Krebs-, Adipositas und Unfruchtbarkeitsraten in Verbindung gebracht.
Ein neuer AP-Bericht konzentriert sich auf amerikanische Verbraucher, der zeigt, dass 90 Millionen Tonnen weniger Treibhausgasemissionen in den USA ausgestossen würden, wenn nur 10 % der Bevölkerung ihren Lebensstil ändern. Eine wirklich bemerkenswerte Reduzierung.
Nun stellen wir uns vor, welche Auswirkung es hätte, wenn 1 von 10 umweltverschmutzende Unternehmen ihre Vorgehensweise ändern würde! Das hätte wahrscheinlich noch grössere Auswirkungen.
Ein Ansatz zum Nachdenken: um den Klimawandel und die Umweltverschmutzung wirksam zu bekämpfen, sollten wir weniger Zeit damit verbringen, uns um die Emissionen zu sorgen, sondern viel mehr darauf zu konzentrieren, das Machtgefälle zwischen den Eigentümern grüner und fossiler Vermögenswerte zu beseitigen. Hier geht es zur vollständigen Analyse.
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Eine grosse neue Studie im Fachjournal The Lancet prognostiziert zunehmende Schäden, welche uns immer mehr Lebensjahre kosten werden, durch die Neuproduktion von Plastik – verursacht durch Treibhausgasemissionen, Luftverschmutzung und die Freisetzung giftiger Chemikalien.
Die Forschenden identifizierten Risiken in jeder Phase des Lebenszyklus von Plastik und kommen zum Schluss, dass nur ein grundlegender Systemwandel, einschliesslich Begrenzungen der Produktion, die erwarteten gesundheitlichen Belastungen verringern kann.
Eine umfangreiche neue Untersuchung zeigt, dass die weltweit grössten Kunststoffhersteller überwiegend neuen Plastik fälschlicherweise als „recycelt“ kennzeichnen und an Marken verkaufen, die ihn nutzen, um ihre Nachhaltigkeitsbilanz gegenüber der Kundschaft zu präsentieren.
Doch damit nicht genug: Die EU scheint dem Druck nachzugeben, diese irreführende Praxis sowohl zu legalisieren als auch zu subventionieren.
Laut neuer Forschung führen die weltweiten Trends von übermässiger Plastikproduktion, Abfallexporten (Müllverschiffung ins Ausland) und städtischer Armut dazu, dass Familien mit giftigem Müll Essen kochen und heizen müssen.
Die Studie untersuchte einkommensschwache Haushalte in 26 Ländern des Globalen Südens und stellte überall dieselben besorgniserregenden Muster fest. Die Forschenden fordern daher mehr Aufmerksamkeit für dieses versteckte Problem.
Die Jakarta Post berichtet über die Arbeit unserer indonesischen Freiwilligen und darüber, wie sie dazu beiträgt, die ursprünglichen Probleme an der Quelle anzugehen.
„Wissen aus der Praxis, verwurzelt in gelebter Erfahrung, hat die Kraft, politische Entscheidungen zu beeinflussen,“ schliesst die Reporterin.
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Im Rahmen des Vorgehenes gegen Greenwashing hat die britische Werbeaufsichtsbehörde Advertising Standards Agency festgestellt, dass die grossen Marken Nike, Superdry und Lacoste in diesem Jahr in Google-Anzeigen übertriebene und nicht belegte Aussagen zu den angeblichen Umweltvorteilen ihrer Kleidung gemacht haben.
Die renommierte Goldman-Preisträgerin Diane Wilson hat die Absicht erklärt, den Petrochemie-Giganten Dow zu verklagen, weil ihre Organisation unzählige Mengen an Nurdles (Plastikpellets) und andere Schadstoffe festgestellt hat, die aus dem Werk in Seadrift, Texas, in die umliegenden Gewässer und Gebiete gelangen.
Übermässige Einfuhr und Lagerung von Abfällen sowie nur geringe Regulierung haben die Bevölkerung der Vororte von Hanoi gefährlichen Giftstoffen ausgesetzt, was laut einer Untersuchung von AFP zu einer um ein ganzes Jahrzehnt geringeren Lebenserwartung im Vergleich zum nationalen Durchschnitt in Vietnam führt.
„Wir müssen ein System modernisieren, das für eine andere Zeit und andere Probleme geschaffen wurde als die komplexen, vernetzten Herausforderungen, denen wir heute gegenüberstehen“, sagt Professorin Catalina Turcu von der UCL in einem interessanten Beitrag über globale Umweltpolitik-Verhandlungen.
Der 2025 in Lissabon getestete Pfandbecher-Service CopoMais wird im ersten Quartal dieses Jahres im gesamten Stadtzentrum eingeführt. Damit gehört Lissabon zu den ersten europäischen Städten, die grossflächig Mehrweg ermöglichen. So werden Millionen Einwegbecher für To-go-Getränke eingespart. Die Initiative ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, einem Unternehmen für Kreislaufwirtschaft und dem Verband der portugiesischen Hotel- und Gastronomiebranche.
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Der US-Petrochemieriese ExxonMobil lobbyiert für schwächere Vorschriften, die ihm die Ausweitung seiner umweltschädlichen Technologien ermöglichen – und verklagt Kritiker*innen wegen Verleumdung, berichtet die Financial Times. Dazu zählen Massnahmen wie die Umklassifizierung des chemischen Recyclings von „Verbrennung“ zu „Herstellung“ sowie die Erhöhung der für seine Produkte vergebenen regulatorischen Gutschriften.
PBAT, ein gängiges „kompostierbares“ Plastik, das in der Landwirtschaft, bei medizinischen Produkten, Einkaufstüten und Geschirr verwendet wird, hinterlässt im Boden lang anhaltende Mikroplastikpartikel und chemische Rückstände. Die von den Forschenden entwickelte Methodik ist die erste, die den Biodegradationsprozess nachverfolgen und quantifizieren kann und könnte ein nützliches Werkzeug sein, um auch andere „Pflanzenplastik“-Sorten zu bewerten.
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SeemaDezember 2025 : Die wichtigsten News des Monats
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