Unser Überblick über die wichtigsten Meldungen des Monats:
Marken-Babynahrung mit Mikroplastik verunreinigt

Ein neuer Bericht von Greenpeace hat ergeben, dass in Babynahrungsbeuteln von Nestlé und Danone bis zu 99 Plastikpartikel pro Gramm sowie eine Reihe von Kunststoffchemikalien enthalten sind. Dies hat Forderungen nach strengeren Vorschriften zum Schutz von Säuglingen vor Gesundheitsschäden sowie den Aufruf an die Hersteller laut werden lassen, in Sachen Lebensmittelsicherheit „über die gesetzlichen Anforderungen hinauszugehen“.
Plastikmüll bedroht seltene Massenbrutplätze von Schildkröten

Plastikverpackungen und Fischereiausrüstung behindern Hunderttausende von Oliv-Bastardschildkröten bei der Eiablage an der Küste von Odisha in Indien, einem der wenigen derartigen Nistplätze weltweit und gefährden die Jungtiere auf ihrem Weg zurück ins Meer.
Diese Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Lebensmittel- und Getränkeverpackungen als „weltweit am häufigsten vorkommender Küstenmüll“ identifiziert wurden. Sie sind auf allen sieben Kontinenten zu finden und verdeutlicht, warum Cleanups an Stränden nach wie vor so wichtig sind.
Wie der Iran-Krieg die Preise für Lebensmittel in die Höhe treibt

Eine hervorragende grafische Darstellung von Reuters zeigt, dass nicht nur die Transportkosten von den steigenden Ölpreisen betroffen sind, sondern auch die Kosten für Chemikalien und Kunststoffe, die in Alltagsprodukten verwendet werden.
Insbesondere in Asien sind die Preise besonders schnell gestiegen, was unsere übermässige Abhängigkeit von den fossilen Brennstoffen deutlich gemacht hat. Viele, darunter auch die UNO, haben die Handelsbarrieren in Frage gestellt, die den Einsatz alternativer Materialien behindern und darauf hingewiesen, welche Widerstandsfähigkeit eine lokale Wiederverwertungsinfrastruktur in diesen Zeiten bieten könnte.
Deutschland und Grossbritannien sind im Jahr 2025 die grössten Exporteure von Kunststoffabfällen

Die zweifelhafte Ehre, die grössten Müllablader der Welt zu sein, führt dazu, dass Länder wie die Türkei und Malaysia mit der schieren Menge an ankommendem Müll überfordert sind, während Gesetzeslücken es ermöglichen, dass diese Exporte auf die offiziellen Recyclingquoten angerechnet werden.
Die EU hat zugesagt, den Export von Abfällen in Nicht-OECD-Länder bis November dieses Jahres einzustellen. Dies gilt jedoch weder für die Türkei noch für eine weitere Lücke, die es ermöglicht, Abfälle zunächst in das Vereinigte Königreich (das nicht unter die Vorschriften fällt) zu exportieren, bevor sie von dort aus in Länder des Globalen Südens weitergeleitet werden.

Eine bahnbrechende Studie an 587 Patienten, die in Grossbritannien Blasenkatheter verwenden, hat ergeben, dass wiederverwendbare Modelle genauso sicher sind wie Einwegkatheter. Sollten die Ergebnisse umgesetzt werden, würde dies zu einer erheblichen Senkung der Kosten und des Abfallaufkommens in öffentlichen Krankenhäusern führen und den Weg für weitere Untersuchungen zu anderen potenziell wiederverwendbaren Produkten im Gesundheitswesen ebnen.
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